Chronik

Am 13. April 1983 trafen sich 12 Männer aller Altersgruppen im Gasthaus „Baumerhäusl“ und gründeten auf die Initiative von dem heutigen Ehrenvorstand, Fritz Weigelt, den Kanu-Club Kiefersfelden e. V.

Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Besitz. Die Mitglieder verfügten zum größten Teil nicht mal über eigene Boote. So entstand aus dem Nichts erst mal die Vereinssatzung, die im Wesentlichen bis heute noch so Bestand hat. Außer ein paar Vereinsstempel konnte sich der Verein damals nichts leisten.

So zogen die paddelhungrigsten Mitglieder los, um sich geeignete schwimmende Untersätze zu besorgen. Bei der Firma Bavaria wurden die ersten privaten Boote, Kajaks und Kanadier, erstanden und mit diesen die heimischen Gewässer unsicher gemacht.

Das erste Anpaddeln fand auf dem Simsee statt. Bereits hier stellte sich heraus, dass nicht jeder das Talent zum Kajakfahren besaß und aufgrund dieser Erkenntnis dann vom Wildwasserkajak auf einen Wanderkanadier wechselte.

Im Laufe der weiteren Jahre stieg die Mitgliederzahl und auch die Erfahrungen der Bootsfahrer an. Während sich die gemäßigteren Paddler auf Inn, Alz, Ziller und Co. herumtrieben, zog es, hauptsächlich die Jüngeren, auf die Wildbäche in der näheren Umgebung wie z.b. den Kieferbach, Tiroler Ache, Kelchsauer- und Windauer Ache sowie die Brandenberger Ache.

In den Wintermonaten wurde dem Verein die Nutzung des Kieferer Hallenbades von der Gemeinde erlaubt. Seit damals bis heute findet daher an den Wochenenden im Januar und Februar unser Kenterrollentraining statt. Unzählige Paddler erlernten hier, unter angenehmsten Wasserbedingungen, die Eskimorolle und ersparten sich dadurch so manchen Ausstieg vom Boot auf einem Gewässer und natürlich auch die dadurch fällige Kentermaß.

So nach und nach zog es die Paddler dann immer weiter weg zu ihren Paddelzielen . Und so wurden von den Wildwasserfahrern u. a. natürlich die Soca in Slowenien und die Salza in der Steiermark befahren. Mittlerweile stehen auch Länder wie Italien, Schweiz, Frankreich, Tschechien und natürlich auch das legendäre Korsika in den Vereinsfahrtenbüchern.

Auch die Wandergruppe weitete ihre Aktivitäten aus und paddelte unter anderem auf dem Bodensee, Istrien und um die Insel Losjini sowie weitere Ziele in der Kvaerner Bucht. Inn und Donau zählen sowieso zu den festen Bestandteilen des Jahresprogramms.

Unser Mitglied Dieter Berndanner nahm 2009 an der TID (Tour Internationale Danubien) teil und paddelte die Donau vom Ursprung bis zu Mündung ins schwarze Meer über 2900 km an einem Stück.

Neben immer wieder kehrenden Veranstaltungen wie u.a. das An- und Abpaddeln, das Kenterrollentraining und Sicherheitstraining sowie Grillfeiern und Nachtwanderungen für die Kinder, gab es in der Vereinsgeschichte z. B. auch mehrmalige Wildwasserrennen auf der Thierseer Ache (mit Vereinsmeisterschaft), Kanu-Polo-Turniere oder Mondscheinfahrten auf der Tiroler Ache.

Bis zum heutigen Tage ist die Wildwasser- sowie auch die Wandergruppe äußerst aktiv und das ganze Jahr auf allen Bächen anzutreffen.

So nach und nach wuchs die Mitgliederzahl stetig an und es entstand der Wunsch eines eigenen Vereinsheims. Nach kleineren Fehlversuchen überließ uns das damalige Zementwerk das alte Zollhaus am Wachtl. Dort richteten wir uns, nach unzähligen Arbeitsstunden, einen Clubraum sowie ein Bootslager mit Werkstatt ein.

Auch das wachsende Equipment fand dort geeignete Lagermöglichkeiten und sogar der mittlerweile eigens gebaute Bootsanhänger war unter Dach untergebracht.

Leider fehlten dort Zu- und Abwasser, so dass die Clubabende immer in einer logistischen Meisterleistung gipfelten, was die Reinigung von Gläsern und der Betrieb einer Toilette betrafen. Durch den Bau der Innstaustufe in Oberaudorf wurde dann in Kiefersfelden der Bereich der Schrebergärten am Inn neu gestaltet. Es ist dem Verein gelungen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kiefersfelden, eine Schrebergartenparzelle zu erhalten. Dort entstand dann endlich, nach mittlerweile 15 Jahren, unser Vereinsheim mit Bootslager. Der Rohbau wurde durch die Gemeinde finanziert, während Dach- und Innenausbau sowie das komplette Bootslager dem Verein zu Lasten fielen. Die Errichtung des Heimes wurde zu nahezu 100 % durch den unermüdlichen freiwilligen und unentgeltlichen Arbeitseinsatz einiger Mitglieder bewerkstelligt.

Als Gegenleistung für die Bereitstellung des Grundstückes und des Gebäudes wurde der Verein verpflichtet, den Fährbetrieb der Gemeinde an Wochenenden und Feiertagen unentgeltlich zu übernehmen.

Heute besteht der Verein aus rund 100 Mitgliedern. Im Bootslager befinden sich über 20 verschiedene vereinseigene Boote (Kajaks und Kanadier) und die dazugehörige Ausrüstung.

Die Sportgeräte werden durch einige Mitglieder genutzt und dienen dazu, Paddelinteressierte und Anfänger einen geeigneten Einstieg in den Sport, ohne großen finanziellen Aufwand, zu ermöglichen.

Der Vorstand

IMG_2952_edited.jpg

Thorsten Weigelt

1. Vorstand

Ludwig Kotterba

2. Vorstand

Philipp Kröll

Wildwasserwart

Kassier:            Stephan Holzer

Schriftführer:   Gérard Ingrassia (kommissarisch)

Jugendwart:    Patrick Willecke

Fährwart:         Heiner Gläser

Hüttenwart:     Franz Binder

Getränkewart: Karl-Heinz Kaminski

Vereinsheim

Unser Vereinsheim liegt wunderschön gelegen direkt am Inn mit traumhaftem Blick auf das Kaisergebirge

IMG_2588_edited.jpg
IMG_2584.JPG

Bootshaus

Unser Bootshaus liegt direkt neben dem Vereinsheim und bietet Platz für einige vereinseigene Kajaks, sowie für Boote der Mitglieder

Innfähre

Eine lange Tradition hat der Fährdienst am Standort Kiefersfelden. Erstmals wurde das Betreiben einer Fähre im Jahre 1770 urkundlich erwähnt.

 

Der derzeitige Betrieb der Innfähre zwischen Tirol und Bayern wurde am 19.09.1998 nach 18-jähriger Unterbrechung wieder aufgenommen.

Der am Fährstandort ca. 115 m breite Inn wird von den Fährleuten jeweils vom 01.Mai bis Mitte Oktober befahren. Die Betriebszeiten von 10 – 17 Uhr werden von den Mitgliedern des Kanuclubs Kiefersfelden abgedeckt, wobei ein Fährpreis von 2 € erhoben wird (Fahrräder sind frei).

Die etwa 20 aktiven Fährleute absolvierten beim KCK ihre Ausbildung. Die schriftliche und praktische Prüfung für den Schiffsführerschein der Klasse B wurde dann vom TÜV München abgenommen. Der Schiffsführerschein kann ohne eine weitere Prüfung auf den Sportbootführerschein für Binnengewässer umgeschrieben werden.

Die Innfähre Kiefersfelden ist neben der Fähre in Mühldorf der letzte verbliebene Fährbetrieb über den Inn.

Derzeit findet kein Kurs für angehende Fährleute statt. Interessenten mögen sich trotzdem bitte beim Sportgeräte-und Fährwart Heiner Gläser anmelden.

IMG_2625_edited.jpg

Anfahrt

Wie finde ich zum Kanu-Club Kiefersfelden