Berichte von Veranstaltungen

Impressionen Chiemsee 2020
Vogalonga 2019

Pfingsten 2019 ging es nach Venedig zur 45. Vogalonga. Wir waren hier nur eine kleine aber feine Mannschaft und nach einer kleinen Besichtigungstour in Venedig und dem Abholen der Startunterlagen am Fischmarkt ging es am Sonntagfrüh um 06.00 Uhr bei schönstem Wetter über die Lagune zum Sammelpunkt vor dem Markusplatz.

Hier wurde es dann auch immer voller und schließlich fiel um 10.00 Uhr der Kanonenschuss zum offiziellen Start.

Märkische Rundfahrt 2019

In der Osterwoche 2019 befuhren 4 Mitglieder unseres Vereins die märkische Umfahrt in Brandenburg. In insgesamt 7 Paddeltagen wurde die ca. 180 km lange Strecke durch Flüsse, Kanäle und Seen bewätigt. Bedingt durch die frühe Jahreszeit waren die Paddeler nahezu alleine auf den Gewässern unterwegs und genossen herrlichste Natur bei angenehmem trockenem Wetter. Nur die Nächste waren bei Temperaturen bis minus 6 Grad sehr kalt. Bei einigen anstehenden Portagen wurde es den Wassersportlern jedoch wieder sehr warm.

Kenterrollentraining

Jedes Jahr im Frühjahr findet ein Kenterrollentraining im Innsola in Kiefersfelden statt.

Termine hierfür findet man im Programm, das Training findet vor dem Badebetrieb Sonntag frühmorgens statt, was sicherlich für den einen oder anderen einige Überwindung kostet. Dafür stehen aber einige Boote zum trainieren oder erlernen der Eskimorrolle zur Verfügung.

Griechenland 2017

Ostern 2017 fand eine Vereinsfahrt ins ferne Griechenland statt. 

Hierfür haben wir uns einen Bus gemietet und die Boote auf den Vereinsanhänger geladen, was den Vorteil hatte, dass wir alle gemeinsam in einem Auto die lange Anreise mit einer Fahrt nach Venedig, der Fähre nach Iogumenitsa machen konnten. Auf der Fähre hatten wir uns Schlafkabinen für die eine Nacht gemietet und den Tag mit diversen Spaziergängen auf Deck, lesen und reden verbracht.

Trotzdem waren wir froh nach ca. 25 Stunden endlich in Griechenland anzukommen.

Hier machten wir uns dann sofort auf den Weg ins Tal des Arachthos zum Campingplatz von Nikos.

Die Landschaft, die wir schon bei der Anfahrt ins Pindos-Gebirge sahen, verschlug uns die Sprache und wir freuten uns schon jetzt auf schöne 10 Tage Kajakfahren.

Am Zeltplatz angekommen stand das Aufbauen der Zelte und einrichten der "Esstätte" an, hierfür hatten wir ja extra Biertische und -bänke von zu Hause mitgebracht.

Wie sich herausstellte brauchten wir aber "nur" Frühstück und Brotzeit selber organisieren, zum Abendessen haben wir relativ schnell ein Stammlokal bei Kostas entdeckt und wir ließen es uns wirklich jeden Abend bei mehreren Gängen mehr als gut gehen und das Ganze zu für uns zu wirklich sehr günstigen Preisen. 

Wir hatten aber auch das Gefühl, dass wir durch unsere Anwesenheit und den täglichen Lokalbesuchen der einheimischen Gastronomie sehr helfen konnten, im Frühjahr sind wohl in dieser Gegend von Griechenland nur Kajakfahrer unterwegs.

In den Tagen unseres Aufenthaltes befuhren wir dann mehrere Abschnitte auf dem Arachthos, Kalaritikos und den Acheron (auch bekannt als Fluss des Hades).

Eigentlich wollten wir auch noch andere Flüsse erkunden, aber von anderen Paddlern hatten wir gehört, dass alle anderen Flüsse zu wenig Wasser zum befahren haben, so entschieden wir an einem Ort zu bleiben und die wirklich sehr schönen Flüsse halt mehrmals zu befahren.

Viel zu schnell gingen die Tage vorbei und es kam die Zeit die Rückreise, wieder mit der Fähre nach Venedig, anzutreten.

Auf jeden Fall lässt sich sagen, diese Gegend von Griechenland ist auf jeden Fall eine zweite Reise wert und auch kajaktechnisch sehr interessant bei moderaten Schwierigkeiten (Wildwasser 2-4).

Pindos-Gebirge, wir kommen wieder!

 

Ältere Berichte

Paddelbericht Umrundung der Insel Losinj

 

Thorsten, Christian und Michael unterwegs in Kroatien vom 7. bis 14. Mai 2011

 

Abfahrt 7:30 in Nußdorf nach Rijeka, weiter nach Brestova mit Fähre nach Porozina auf Insel Cres.

 

  1. Übernachtung am Camp Slatina in Martinsica am 7.Mai

 

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 8. Mai: schönes warmes Wetter mit wenig Wind. Wir starten um ca. 10:00, bedingt durch die Vorbereitungen. Nachdem wir aus der kleinen Bucht des Campingplatzes draußen sind, haben wir leichten Wind 1-2 Beaufort, Wasser leicht gekräuselt, Idealbedingung.

Wir steuern auf eine kleine unbewohnte Insel mit Leuchtturm Name Visoki zu, die wir nach 1 Std. erreichen und gehen an Land. Es ist die Brutkolonie unzähliger Möven die uns aufgeregt umkreisen. Nach einer Brotzeit von 20 Minuten geht es weiter mit Ziel Osor.

Nun sind wir so ziemlich in der Mitte der beiden Inseln Cres und Losinj. Um ca. 14:00 Uhr erreichen wir Osor, lassen uns durch den schmalen Kanal, bei flotter Strömung, gleiten. Dieser Kanal trennt die Insel Cres von Losinj und ist auch mit einer schwenkbaren Brücke verbunden. Wir legen rechts auf Losinj an, gehen an Land und über die Brücke zurück nach Cres wo der Ort Osor liegt. Nach Besichtigung der Stadt und Eis wird hier beschlossen nicht an der Küste von Cres an den südlichsten Zipfel zu paddeln, um von dort aus über das Meer ca. 10 km rüber nach Losinj zu setzen. Ich bin sehr froh über diese Entscheidung.

Wir steigen wieder in unsere Boote und paddeln entlang der Insel Losinj nach Nerezine zum Campingplatz Raboca den wir um 16:30 erreichen. Der Wind frischt auf im Rücken (Norden) wird es dunkel, die Wellen werden höher. Wir sind bereits am Campingplatz und haben unsere Boote kaum an Land gezogen, geht es los. Schaumkronen über das ganze Meer. Es bläst heftig schätze gute 6 Beaufort. Ich bin froh in Sicherheit zu sein. Im Wind baue ich unser Zelt auf, die anderen Beiden erledigen inzwischen die Anmeldung. Es fliegt mir davon. Ich kann es nur an einem Zipfel erwischen und schlage dort auch gleich einen Häring in die Erde. Es richtet sich selbst aus. Der Eingang sollte wo anders sein, na egal.

Ich denke wir haben an diesem Tag so 35 km zurück gelegt und dafür knapp 6 Stunden gebraucht. Nach einer heißen Dusche gehen wir in die Stadt bei heftigen Wind und finden ein nettes Restaurant. Wir sitzen zusammen bei Pizza und Bier, erzählen Geschichten und Thorsten unser Vollblutpaddler, der die Gegend sehr gut kennt, erzählt von seiner Kindheit. Sein Vater hat ihm das Paddeln wohl mit in die Wiege gelegt, den er muß wohl viel mit ihm unternommen haben.  Seinem Vater Fritz, unseren früheren Vorstand geht es leider gesundheitlich nicht gut. Auch er hat hier schon gepaddelt. Ich wünsche ihm alles Gute.

Christian, der aus dem Saarland stammt, ist wohl der Ruhigste und auch der Jüngste in unserer Runde. Vor allem ermahnte er mich immer wieder , Michi paddeln , niet aufhörn !!! wenn es schwieriger wurde, damit das Boot in der Welle schön stabil bleibt.

Nach einer stürmischen Nacht zu Dritt in einem kleinen Zelt, geht es nächsten Tag den 9. Mai weiter.

 

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9. Mai der Tag beginnt mit einem schwachen Wind aus Nord bis NO. Wir starten um ca. 8:00 Uhr mit Ziel Mali Losinj.

Wir kommen nicht weit. Kaum sind wir auf dem Meer, frischt der Wind auf und wird wieder recht kräftig. Es bilden sich schon wieder Schaumkronen. Die Ermahnungen vom Christian werden häufiger, Michi paddeln! Nach 20 Minuten  beschließt  Thorsten eine kleine Bucht anzufahren um den Wind abzuwarten. Da ist hinter der Steinmauer ein kleiner Hafen mit einem kleinen Boot. Darüber liegt eine Ortschaft Rt Lucica, ein kleiner steiniger Pfad führt hinauf in den Ort. Der Wind bläst weiterhin. Wir richten es uns gemütlich ein. Thorsten und Christian besorgen Wein im Ort. Ich schreibe eine SMS meiner Frau Margit. Sie soll uns jeden morgen mit den aktuellen Winddaten des Flugplatz Mali Losinj bis 8:00 Uhr versorgen. Das klappt dann auch sehr gut, denn sie hat vor unserer Abfahrt schon eine Internetseite, den Windfinder, gefunden. Eine Wetterplanung unserer seits war leider nicht vorhanden. Es wird 16:00 Uhr, ich koche Spagetti, wir essen und beschließen die Nacht hier zu verbringen. Wir finden auch einen windgeschützten, ebenen Platz und campieren  wild.

 

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10. Mai: heute ist eine lange Fahrt, schätze so 45 km geplant. Wir wollen nach Illowik eine kleine Insel im Süden von Losinj.

Wir starten früh, denn wir wollen auch noch die beiden Häfen Mali Losinj und Veli Losinj besuchen. Trotz mäßigen Wind und Welle, kommen wir gut voran. Mittlerweile geht es auch bei mir schon recht gut und Christians Ermahnungen werden seltener bis sie schließlich ganz verstummen. In der frühen Mittagszeit erreichen wir die kleine Seiteneinfahrt (schmaler Kanal für gr. Schiffe nicht geeignet) . Vorbei an gr. Schiffen fahren wir in den Hafen bis an den Hauptplatz. Dort heben wir über eine Treppe in der hohen Kaimauer unser Boote hoch. Kaufen uns was zu essen und genießen das Treiben um uns herum. Leute fragen uns neugierig wo wir herkommen und was wir machen. Es ist ja wohl ungewöhnlich unsere kleinen Boote inmitten der Großen. Eine Dame erzählt mir, daß es ungewöhnlich viel Wind , die Bora oder Bura wie die Einheimischen sagen, heuer gebe und meint die aktuellen Infos über weitere Entwicklungen haben die Hafenmeistereien.

Nach einer kleinen Rastpause, geht es weiter. Thorsten will uns den viel schöneren Hafen von Veli Losinj noch zeigen. Er hat recht. Dieser kleine Hafen ist schöner. Wir besichtigen den Ort mit der Kirche und den wunderschönen Deckenmalereien. Dann trinken wir noch einen Kaffee und ziehen weiter. Der Wind frischt auf, wir bleiben in Ufernähe und immer wieder taucht nach der nächsten Bucht eine neue Insel auf. Diese Inseln sehen unbewohnt aus. Schön langsam kommt auch Illowik in Sicht. Landschaftlich war dieser Teil der Schönste für mich. Der Wind wird stärker, die Strömung nimmt zu. Ich stehe fast die ganze Zeit im Seitenruder um nicht abgetrieben zu werden. Bei der Querung rüber nach Illowik fühlte ich mich nicht recht wohl. Endlich kommt die Hafeneinfahrt von Illowik. Jetzt wird das Wasser etwas ruhiger. Wir sind da, geschafft!!

Hier soll es ein sehr gutes Fischrestaurant geben. Thorsten kennt es bereits. Wir legen an und da ist es auch schon. Wir bestellen Fischsuppe, gegrillten Fisch und dazu den besten und teuersten Weißwein des Hauses. Alles sehr gut!! Und wie wir da so sitzen und uns Thorsten erzählt, daß das campen hier verboten ist und es aber auch sonst keine Möglichkeit zur Übernachtung auf Illowik gibt, legen Thorstens Kollegen von der kroatischen Polizei an. Sie sehen uns und unsere Boote und gehen nicht weiter. Die Sonne geht langsam unter. Wir sollten weiter in den Süden zu einer Bucht wo wir wild übernachten können. Endlich verduften sie. Wir aber auch, es wird langsam dämmrig. Thorsten sucht die Bucht. Wir finden sie nicht. Es ist ihm peinlich. Kein Problem, macht ihn nur menschlich. Es wird dunkel der Mond steht am Himmel und leuchtet uns. Thorsten findet eine Ersatzbucht. Eine mystisch aussehende, steinige Einfahrt. Erinnert mich an ein Cover von Pink Floyd. Wir gehen an Land. Tragen unsere Boote etwas hoch und Thorsten beginnt eine Lagerplatz zu suchen. Nach 5 Minuten ist er wieder da. Er hat einen gefunden. Mit 100ten von Spinnweben aber eine Boden so weich wie Watte. Der beste Boden der gesamten Tour. Wir schlafen alle gut auch für mein altes 62 jähriges Kreuz  eine Wohltat.

 

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11.Mai von Illowik ganz im Süden soll es heute zurück nach Mali Losinj gehen. Diesmal jedoch auf der Westseite von der Ostseite sind wir gekommen. Thorsten will aber davor noch ein bißchen in der Inselwelt da unten herum cruisen.

Wir paddeln wieder so gegen 8:00 Uhr los und nach kurzer Zeit kommt dann auch schon die Bucht, die Thorsten am Vorabend suchte. Traumhaft!! Wie in der Südsee. Türkises Wasser glasklar. Ein weißer Strand (jedoch Kies statt Korallensand) ein grüner Saum dahinter aus Büschen und Pinien. Wir legen an und lassen die Seele baumeln. Gönnen uns eine schöne Brotzeit  und dösen in der Sonne. Eine Schlange huscht hinter uns ins Unterholz.  Dann die Idee!  Wir gehen baden. Also wir rein , brrr war das kalt. Habe mit meiner Uhr 16 ° gemessen und das am Rand in der Sonne. Wir lassen uns in der Sonne trocknen und machen uns danach auf den weiteren Weg. Kaum sind wir aus der schützenden Bucht, bläst uns der Wind kräftig entgegen. Die Wellen kommen schräg Backbord und sind recht hoch. Wir schaufeln ganz schön und haben den Eindruck nicht recht vorwärts zu kommen. Thorsten entschließt das Inselcruising abzusagen, um unsere Kräfte zu schonen. Eine gute Entscheidung, denn wir schaufeln wie die Bösen. Fotos nun zu schießen ist ausgeschlossen. Ich brauche meine Arme zum Wasserschaufeln, nur nicht zu langsam werden jetzt.

Ich bin am weitesten vom Ufer entfernt. Das Ufer selbst mit hohen Klippen versehen an die die Brandung weiß schäumend schlägt. Keine Chance dort anzulanden. Mittlerweile, sagen meine Begleiter , säße ich recht gut im Boot. Mir ist bei der Strömung und den Wellen nicht wohl. Ich versuche in der Hüfte schön locker zu bleiben und meinen Körperschwerpunkt möglichst tief zu halten indem das ich mich klein mache und vor neige zur Bootsspitze. Da wieder eine Welle. Meine Beiden Begleiter verschwinden im Wellental ich sehe lediglich noch ihre Hüte.

Dann schießen mir blöde Gedanken durch den Kopf. Was jetzt wenn Du kenterst.  Ich kann die Rolle noch nicht. Wie wollen die mich wieder ins Boot kriegen, bei dem Wellengang? Von wegen Paddelfloat! Habe ich zwar mit, aber glaube nicht dran. Dann die Wassertemperatur, vielleicht mal 14 Grad hier draußen. Dann der dünne Anzug den ich trage. Die starke Strömung, die ich spüre über mein Ruder. Die Entfernung zum Ufer sicher 1 km. Das Ufer selbst felsig und mit starker Brandung. Ich begreife wie winzig ich bin. Habe immer gedacht Wanderfahren ist völlig ungefährlich. Nur keine Panik bekommen jetzt und ich beginne zu zählen bei meinen Schlägen 1,2,3,4 und wieder usw. Das hilft mir, es lenkt mich ab und ich nehme den nächsten äußeren Zipfel einer Bucht ins Vesier und paddle stur darauf los.

Ich beschließe, wenn ich heil ankomme, in jedem Fall die Tour in Mali Losinj abzubrechen, egal wie das Meer nächsten Tag aussehen mag.

Fotos von diesem Teil zu machen, war für mich ausgeschlossen, da ich die Arme pausenlos zum Wasser schaufeln brauchte.

Und nach unzähligen Buchten endlich die Einfahrt nach Mali Losinj. Wir gehen an Land und sichern die Boote. Ich war glücklich es geschafft zu haben und erkläre meinen Freunden, daß die Tour für mich hier endet. Sie sagten kein Wort zu meinem Entschluß und das war sehr angenehm. Wir verbrachten einen schönen Abend in der Stadt Mali Losinj.

 

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Thorsten und Christian kenne ich nur von ihren Erzählungen.

Donnerstag 12. Mai

Start bei spiegelglatten Wasser vom Campingplatz in Mali Losinj um ca. 8:00. Windbericht von Margit Windstärke 1-2 aus Süd bis SW also für die Beiden Rückenwind. Wir packen noch die Boote gemeinsam und ich wollte Ihnen Kocher und Spagetti mitgeben. Sie nehmen einige Müsli und Energy Riegel, ausreichend Wasser, denn es könnte sein, daß sie unterwegs nochmals wild campieren müssen. Auch ein gr. Stück Speck wollen sie mitnehmen. Ich gehe die Insel zu Fuß erkunden und genieße zum 1. Mal so richtig die Schönheit dieser Landschaft. Endlich kann ich mich auf die Landschaft konzentrieren. Als ich zurück bin am Campingplatz, beginne  ich meine Ausrüstung sauber zu machen, baue das Boot ab und reinige die Taschen. Und da stelle ich fest, daß der Speck vergessen wurde. Ich sende sofort eine SMS, aber zu spät. Ich war ziemlich in Sorge, da auf dieser Etappe auf der Westseite keine Möglichkeit bestand etwas zu kaufen. Um so beruhigender als am Nachmittag die SMS von Thorsten kam, Insel umrundet bei glatten Wasser, laß Dir den Speck gut schmecken. Die Beiden haben es tatsächlich zurück nach Osor auf den Campingplatz geschafft. Eine mega Strecke. Damit haben sie mehr als die Insel umrundet.

 

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Freitag den 13. Mai starten Thorsten und Christian vom Campingplatz in der Nähe von Osor zur letzten Etappe zurück nach  Camp Slatina auf Cres zu unseren Ausgangspunkt, wo unser Auto steht.

Sie kommen nicht allzu weit und haben sehr starken Gegenwind mit starken Böen. So stark, daß sie um eine Kenterung zu vermeiden, die Tour abbrechen. Ich bekomme eine SMS Tour abgebrochen wegen starken Wind, kommen dich gegen 17:00 Uhr holen.

Thorsten und Christian gingen irgendwo in der Pampa an Land, Thortsen kämpfte sich zur Straße hoch und versuchte es als Anhalter. Nach 1 Std. endlich ein öffentlicher Bus. Dann nochmals per Anhalter bis er endlich auch nach langem Fußmarsch am Camp Slatina war. Christian hütet derweilen die Boote. Thorsten holt Christian, schleppen die Boote hoch und fahren zurück zum Campingplatz. Nach dem sie sich erfrischt haben und was gegessen haben, machten sie sich auf den Weg mich abzuholen.

Ich habe alles bereits soweit verstaut und hergerichtet. Sitze bei meinen lieben Landsleuten und Nachbarn aus der Steiermark bei Kaffee, als um 16:55 Christians Auto in unsere Straße einbog. Wir laden auf, ich verabschiede mich von meinen Nachbarn und wir sind schon wieder weg.

Nun ist Insel besichtigen angesagt. Wir fahren zurück in den Süden und schauen hinab auf die Buchten wo wir gepaddelt sind. Welch ein Anblick von hier oben! Auch Illowik sehen wir, mit dem kleinen Hafen. Wunderschön, da liegt unser Meer ruhig und blau mit türkisen Teilen. Mit seinen begrünten Inseln und den schmalen weißen Klippen die sie umsäumen. Allein dieser Anblick war die Reise schon wert.

Thorsten erzählt uns und macht einen Rückblick. Zuerst war ich mit meinen Eltern hier, auch mit dem Zelt und dann die Wege die er schon als Kind mit seinen Eltern gegangen ist. Er zeigt uns die Kapelle wo er schon als Kind herum geklettert ist. Dann war ich mit meiner Frau hier und später auch mit meinen Kindern. Er liebt das Land und die freundlichen Menschen hier und das merkt man. Ich kann ihn gut verstehen. Ich weiß er wollte auch uns das näher bringen. Christian hat es auch genossen. Ich hoffe, ich habe ihn nicht zu sehr enttäuscht, weil ich es aus dem Boot nicht so genießen konnte. Trotzdem möchte ich mich ganz herzlich bei den Beiden für die harmonische, schöne Woche bedanken. Vielleicht mit weniger Wind hätte ich sogar zum Seekayakfahrer werden können. So bliebe ich bei leichten bis mäßigen Wildwasser und will aber noch das Flußwandern  probieren.

So nun wünsche ich uns Allen einen unfallfreien und schönen Sommer.

Euer Michi

 

Bilder: KR1 bis KR9 ist 1.Etappe, KR10 bis KR24 ist 2. Etappe, KR25 bis KR 41 ist 3. Etappe, KR42 bis KR 48 ist 4. Etappe, KR 49 bis KR 61 ist Inselbesichtigung im Süden mit Illowik.

 

Fazit: eine schöne Tour mit vielen schönen Eindrücken. Wichtig ist Windbericht einholen, da sehr schnell die Bora auftreten kann und mit ihr die Wellen. Achtung Bora bläst nicht nur im Herbst!! Die Gegend sollte man kennen bzw. nach Buchten Ausschau halten, wo man nötigenfalls an Land gehen kann. Nicht viel Möglichkeiten! Ohne Rollen zu können hat man meiner Meinung nach hier nichts verloren.